« Ursachen finden & schnell beheben »
Es ist Hochsommer, Ihre Pflanzen lechzen nach Wasser – und plötzlich liefert Ihre Gartenpumpe nur noch ein kraftloses Rinnsal statt eines kräftigen Wasserstrahls. Ein Albtraum für jeden Gartenbesitzer! Doch keine Sorge: In den meisten Fällen lässt sich dieses Problem selbst beheben. Die Ursachen für nachlassenden Druck reichen von simplen Einstellungsfehlern über Verstopfungen bis hin zu Verschleißerscheinungen an wichtigen Bauteilen. Wir stellen Ihnen die typischen Ursachen vor, die vorliegen können, wenn die Gartenpumpe keinen Druck aufbaut, und haben für Sie eine Checkliste für die systematische Fehlersuche.
Warum ist eine funktionierende Gartenpumpe so wichtig?
Die Gartenpumpe bildet das Herzstück vieler Bewässerungssysteme – sei es für Beregnungsanlagen, Tropfbewässerungen oder das direkte Fördern von Gießwasser aus Brunnen, IBC Containern oder Zisternen. Ohne den richtigen Druck können angeschlossene Systeme nicht effizient arbeiten, was dazu führt, dass Pflanzen nicht gleichmäßig mit Gießwasser versorgt werden. Ein plötzlicher Druckverlust kann auf verschiedene Probleme hindeuten: eine unzureichende Wasserzufuhr, Verstopfungen im System, falsch eingestellte oder defekte Druckschalter oder mechanische Schäden. Eine regelmäßige Wartung und das frühzeitige Erkennen von Störungen helfen, größere Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer der Wasserpumpe zu verlängern.
Die Gartenpumpe verliert Druck – Ursachen und Lösungen
Wenn die Gartenpumpe plötzlich Druck verliert oder keinen aufbaut, hilft eine systematische Fehlersuche. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Ursachen und lassen sich in den meisten Fällen selbst beheben.
1. Falsche Einstellungen an der Pumpe
Viele moderne Gartenpumpen verfügen über eine Druckregelung, mit der die Wassermenge und der Druck individuell angepasst werden können. Falls der Druck plötzlich abfällt oder ganz ausbleibt, kann es sein, dass die Einstellungen ungewollt verändert wurden.
Mögliche Ursachen:
- Die Druckeinstellung wurde versehentlich reduziert.
- Der automatische Druckschalter ist falsch eingestellt und verhindert die normale Förderung.
- Das Pumpenaggregat schaltet zu früh ab oder läuft nicht dauerhaft durch.
Lösung:
- Überprüfen Sie den eingestellten Druck an der Jet- oder Saugpumpe und korrigieren Sie diese gegebenenfalls.
- Falls ein Druckschalter vorhanden ist, stellen Sie sicher, dass dieser korrekt justiert und der Druck richtig eingestellt ist.
- Kontrollieren Sie, ob die Wasserpumpe einwandfrei ein- und ausschaltet oder ob sie ungewöhnlich oft anspringt.

2. Kein Wasser im Tank
Eine Gartenpumpe benötigt eine konstante Wasserzufuhr, um Druck aufbauen zu können. Ist die Wasserquelle leer oder der Wasserstand zu niedrig, kann die Gartenpumpe keine ausreichende Menge fördern.
Mögliche Ursachen:
- Der Wasserstand in der Zisterne oder im Brunnen ist zu niedrig.
- Die Saugleitung reicht nicht tief genug ins Wasser.
- Die Pumpe hat Luft gezogen und muss entlüftet werden.
Lösung:
- Kontrollieren Sie den Wasserstand in der Zisterne oder im Brunnen. Falls nötig, verlängern Sie die Saugleitung.
- Falls die Gartenpumpe Luft gezogen hat, befüllen Sie das Ansaugsystem erneut mit Wasser, um den Betrieb wiederherzustellen.

3. Verstopfte Filter oder blockierte Leitungen
Verunreinigungen in der Wasserquelle können die Saugleitung oder die Filter der Wasserpumpe verstopfen. Dadurch verringert sich der Wasserfluss, was wiederum zu einem Druckverlust führt und die Ursache dafür ist, dass die Wasserpumpe keinen Druck aufbaut.
Mögliche Ursachen:
- Der Vorfilter ist mit Schmutz, Sand oder Blättern verstopft.
- Ablagerungen in der Saugleitung behindern die Wasserzufuhr.
- Kalk- oder Schlammbildung im Pumpengehäuse reduziert die Förderleistung.
Lösung:
- Reinigen Sie den Vorfilter gründlich oder tauschen Sie ihn bei starker Verschmutzung aus.
- Spülen Sie die Saugleitung mit klarem Wasser durch.
- Falls Ihre Wasserpumpe häufig mit Schmutz oder Laub in Kontakt kommt, installieren Sie einen zusätzlichen Grobfilter.
4. Förderhöhe überschritten – Pumpe überlastet
Damit eine Gartenpumpe zuverlässig Wasser fördert, muss sie die richtige Balance zwischen Ansaughöhe und Druckleistung halten. Jede Pumpe hat eine maximale Förderhöhe, die angibt, wie hoch sie das Fördergut maximal transportieren kann. Wird diese Grenze überschritten, sinkt der Wasserdruck, da die Gartenpumpe physikalisch nicht mehr in der Lage ist, die benötigte Menge zu fördern.
Besonders häufig tritt dieses Problem auf, wenn Wasser aus einer tiefen Quelle wie einem Brunnen oder einer Zisterne angesaugt werden soll. Je weiter die Flüssigkeit nach oben befördert werden muss, desto mehr Kraft wird benötigt. Auch lange Leitungswege mit vielen Höhenunterschieden oder zusätzlichen Widerständen durch Verzweigungen können dazu führen, dass der Druck am Ende der Leitung nicht mehr ausreicht.
Mögliche Ursachen:
- Die Saugleitung ist zu lang oder der Höhenunterschied zwischen Wasserquelle und Auslass zu groß.
- Die Gartenpumpe arbeitet bereits an ihrer maximalen Leistungsgrenze und kann die erforderliche Menge nicht mehr zuverlässig fördern.
Lösung:
- Prüfen Sie, ob die Förderhöhe Ihrer Wasserpumpe für die örtlichen Gegebenheiten ausreichend ist. Die Herstellerangaben geben Aufschluss über die maximale Saughöhe und die Druckleistung.
- Falls nötig, senken Sie die Position der Saugpumpe, um den Höhenunterschied zwischen Wasserquelle und Pumpe zu verringern.
- Wenn das aktuelle Pumpenmodell nicht genug Druck liefern kann, kann eine leistungsstärkere Alternative erforderlich sein, die eine höhere Förderhöhe bewältigt.
5. Defekte oder Verschleißerscheinungen an wichtigen Bauteilen
Mit der Zeit können Abnutzung oder Ablagerungen die Funktion einzelner Bauteile beeinträchtigen. Eine zentrale Rolle spielt das Flügelrad, das sich mit hoher Geschwindigkeit dreht und das Wasser durch das System befördert. Wenn es verschmutzt, beschädigt oder abgenutzt ist, kann die Pumpe nicht mehr mit voller Leistung arbeiten. In Membranpumpen sorgt eine flexible Membran für den Druckaufbau, indem sie das Wasser durch pulsierende Bewegungen fördert. Wird diese Membran porös oder reißt, ist Druckabfall eine häufige Folge.
Auch Dichtungen und Ventile spielen eine entscheidende Rolle für die Funktion der Wasserpumpe. Dichtungen verhindern, dass Gießwasser an unerwünschten Stellen austritt. Sind sie beschädigt oder spröde, kann dies zu schleichendem Druckverlust führen. Einlass- und Auslassventile steuern den Wasserfluss in der Pumpe. Wenn sie blockiert oder undicht sind, kommt es zu unregelmäßigem Förderverhalten oder sogar zu vollständigem Druckausfall.

Lösung:
- Öffnen Sie das Pumpengehäuse und überprüfen Sie das Flügelrad. Falls es verschmutzt oder beschädigt ist, reinigen oder ersetzen Sie es.
- Prüfen Sie die Membran und tauschen Sie sie bei Verschleiß aus.
- Kontrollieren Sie die Dichtungen und Ventile auf Undichtigkeiten und tauschen Sie beschädigte Teile aus.
- Falls die Pumpe ungewöhnliche Geräusche macht oder das Wasser nicht mehr gleichmäßig fördert, lassen Sie sie von einem Fachmann überprüfen.
Die Gartenpumpe baut keinen Druck auf – so lösen Sie das Problem
Ein plötzlicher Druckverlust bedeutet nicht automatisch, dass die Pumpe defekt ist. In vielen Fällen lassen sich die Ursachen mit einer einfachen Fehlersuche beheben. Überprüfen Sie zunächst die Einstellungen, den Wasserstand und die Leitungen. Falls das Problem bestehen bleibt, kontrollieren Sie die Förderhöhe und den Zustand der Bauteile. Eine regelmäßige Wartung verhindert langfristige Schäden und sorgt dafür, dass Ihre Gartenpumpe zuverlässig arbeitet.