« Welcher Schlauch ist für welche Anwendung am besten geeignet? »
Ohne Schlauch geht im Sommer fast nichts im Garten. Er ist nicht nur ein wesentliches Element bei der Gartenbewässerung, sondern kommt auch bei Reinigungsarbeiten gerne zum Einsatz. Doch welche Schlauchart eignet sich nun für welchen Verwendungszweck genau? Wir stellen verschiedene Gartenschläuche im Vergleich gegenüber.
Wahrer Helfer im Garten – Wasserspender bei vielen Einsätzen
Wer einen Garten sein Eigen wähnt, der weiß: Nur wenige Utensilien sind nützlicher als ein Gartenschlauch. Er bewässert Pflanzen, Sträucher und Beete und füllt Behälter innerhalb kurzer Zeit. Manchmal muss ein Schlauch aufwändigere Aufgaben meistern – etwa dann, wenn es um ein komplexes Bewässerungssystem geht. Hier spielt es dann eine große Rolle, welches Schlauchsystem man genau wählt.

Unter anderem können Oberflächenbeschaffung und Material wichtige Kriterien darstellen. Ganz ähnlich verhält es sich mit Poolschläuchen, die vor allem zur Reinigung verwendet werden.
Ein Vergleich zeigt da schnell: Nicht jeder x-beliebige Schlauch eignet sich für jeden Zweck. Um später auftretenden Problemen vorzubeugen, sollte man sich vor dem Kauf also gründlich Gedanken machen. So lassen sich Zeit und Ärger sparen.
PVC – das Standardmaterial, aus dem Gartenschläuche gefertigt sind
Wie bei vielen anderen Produkten auch, spielt das Material aus dem Schläuche hergestellt werden, eine enorm große Rolle. Die Materialeigenschaften beeinflussen schließlich die Verwendungsmöglichkeiten erheblich. Standardmäßig wird für Gartenschläuche thermoplastisches Polymer Polyvinylchlorid eingesetzt, das weithin als PVC bekannt ist.

Der Kunststoff weist in seiner Ausprägung als Weich-PVC eine ganze Reihe von Eigenschaften auf, die ihn für die Produktion von Schläuchen schlichtweg ideal machen. Zu nennen wäre hier vor allem seine hohe Beständigkeit gegenüber Sonnenlicht sowie in Bezug auf sehr niedrige und sehr hohe Temperaturen.
Anders ausgedrückt: PVC ist enorm robust und witterungsbeständig. Klar, dass es sich damit perfekt auch für den Einsatz im Freien eignet. Hinzu kommt, dass das Material ausgesprochen flexibel ist, weshalb sich solche Gartenschläuche im Vergleich zu anderen Varianten viel leichter aufrollen lassen. Je nach Ausführung des PVCs kann diese Flexibilität zudem noch zusätzlich gesteigert werden.
Typische Anwendungen bei der klassischen Gartenbewässerung
Typischerweise werden Schläuche in Gärten zum Gießen genutzt. Am einfachsten geht das, wenn man den Schlauch an einen Wassertank wie etwa einen IBC Container oder direkt an die Wasserleitung anschließt. Beim Anschluss an einen Tank kann praktisch jede denkbare Schlauchvariation verwendet werden. Mittels Schlauchverbinder können Sie sogar mehrere IBC Container zusammenschließen, um noch mehr Wasser bereitzuhalten.
Schon ein klein wenig anders sieht es bei der Wasserleitung aus. Das Wasser kommt von dort nämlich mit einem gewissen Druck aus der Leitung. Gartenschläuche müssen diesem Druck standhalten können. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, wie belastbar sie tatsächlich sind. Hochwertige Ausführungen halten beispielsweise einem Druck von bis zu 22 bar stand.
Wichtig ist diese Druckstabilität im Übrigen auch, wenn zur Wasserförderung eine Pumpe verwendet wird. Zwar sind die auftretenden Drücke da in der Regel deutlich geringer, eine gewisse Widerstandsfähigkeit sollte dennoch sein. Hinzu kommen weitere Eigenschaften, die für einen problemlosen Einsatz notwendig sind. So sollte beispielsweise bei Gartenschläuchen grundsätzlich darauf geachtet werden, dass sie knickfest sind. Empfehlenswert sind deshalb Produkte mit einer sogenannten NTS-Trikotgewebe-Einlage.
NTS steht für „No Torsion System“. Konkret bedeutet das, dass ein besonders engmaschiges Gewebe eingearbeitet wurde. Dieses Gewebe sorgt dafür, dass es bei diesen Gartenschläuchen im Vergleich zu Ausführungen ohne Gewebe praktisch zu keinen Knicken oder Verwindungen kommen kann. Außerdem macht es das PVC diesen Gartenschlauch im Vergleich zu anderen Varianten noch widerstandsfähiger gegenüber Kälte und Hitze. NTS-Produkte sollten deshalb bei der klassischen Gartenbewässerung die erste Wahl sein.
Gartenschläuche im Vergleich: die passenden Produkte für Bewässerungssysteme
Vor allem bei Gärten, die etwas größer ausfallen, kommen zwischenzeitlich sehr oft spezielle Bewässerungssysteme zum Einsatz.
Im Vergleich zur klassischen Bewässerung führen diese Systeme dazu, dass sich die Pflanzen leichter und zielgerichteter mit Wasser versorgen lassen. Praktisch ist auch, dass die Bewässerung auch bei Abwesenheit funktioniert. Damit das allerdings tatsächlich klappt, muss ein Leitungsnetz verlegt werden. Typischerweise werden für die Leitungen heute Schläuche genutzt.
Da sie entweder unter der Erde oder sehr erdnah verlegt werden müssen, kommt PVC dafür nur sehr eingeschränkt infrage. Eindeutig besser eignet sich dafür LDPE, also das Weich-Polyethylen. Es weist einerseits die nötige Flexibilität auf und ist andererseits noch einmal deutlich widerstandsfähiger gegenüber Phosphaten und Mikroben im Boden.
Vergleich im Überblick
Gratenschlauch-Typ | Druckbeständigkeit | Flexibilität | Anwendungsbereich | Besondere Eigenschaften | |
PVC-Gartenschlauch | Bis zu 22 bar | Sehr flexibel | Standard-Bewässerung, Gartenpflege | Witterungsbeständig, knickfest (mit NTS) | |
LDPE-Schlauch | Eingeschränkt | Mittel | Bewässerungssysteme, unterirdische Verlegung | Widerstandsfähig gegen Phosphate und Mikroben | |
Spiralschlauch | Gut, auch bei hohem Druck | Weniger flexibel | Reinigungsarbeiten, Entwässerung | Knickfest, trittfest, robust | |
Saug-/Druckschlauch | Hoher Druck, auch Unterdruck | Eingeschränkt | Pumpen, Entwässerung | Besonders druckbeständig | |
Pool- und Schwimmbadschlauch | Mittel | Sehr flexibel | Reinigung von Poolanlagen | Hoher Durchlauf, hohe Flexibilität |
Weitere Schlauchvarianten im Vergleich
Aus beiden vorgestellten Materialien gibt es natürlich eine ganze Anzahl weiterer Schlauchvarianten. Da wäre zum Beispiel der Spiralschlauch. Hier ist in das Gewebe eine Spirale aus Metall integriert.
Die großen Vorteile: Spiralschläuche sind nicht nur weitgehend knick-, sondern auch trittfest. Bei Gartenschläuchen, die auch zur Entwässerung in Kombination mit einer Pumpe dienen sollen, greift man am besten auf spezielle Saug-/Druckschläuche zurück.

Im Vergleich zu herkömmlichen Varianten sind diese Schlauchsysteme nämlich auch bei Unterdruck oder sehr hohem Druck einsatzfähig. Schließlich wäre da noch der Pool- und Schwammbadschlauch, der dank hohem Durchlauf und hoher Flexibilität ideal für das Reinigen von Poolanlagen ist.
Gartenschlauch – Worauf achten?
Bei der Auswahl eines Gartenschlauchs sollten Sie auf mehrere Faktoren achten, um im Vergleich den besten Schlauch für Ihre Bedürfnisse zu finden. Wichtige Kriterien sind das Material, die Flexibilität und die Druckbeständigkeit. Schläuche aus PVC sind robust und eignen sich besonders gut für den Einsatz im Garten, während LDPE-Schläuche ideal für Bewässerungssysteme sind. Auch die Flexibilität spielt eine große Rolle – im Vergleich zu weniger flexiblen Schläuchen lassen sich biegsame Varianten leichter handhaben und verstauen. Achten Sie zudem darauf, dass der Schlauch knickfest ist und dem benötigten Wasserdruck standhält, insbesondere wenn er an eine Wasserpumpe oder einen Hochdruckanschluss angeschlossen wird. Für größere Gärten oder spezialisierte Anwendungen, wie die Poolreinigung, gibt es im Vergleich zu Standardmodellen spezielle Schlauchvarianten, die sowohl trittfest als auch für hohen Druck geeignet sind. Wenn Sie diese Faktoren berücksichtigen, wird die Gartenarbeit deutlich leichter und effizienter. Sie sehen: Den richtigen Schlauch zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwer. Unser kleiner Gartenschlauch-Vergleich hat Ihnen dabei hoffentlich etwas weitergeholfen.