« So wird Ihr Rasen zum Prunkstück Ihres Gartens »
Ein satter, grüner Rasen ist der Stolz vieler Gartenbesitzer – doch bis zur perfekten Rasenfläche ist es ein Weg, der mit der richtigen Pflege beginnt. Besonders nach der Aussaat ist das Wässern der Rasensaat entscheidend für eine gleichmäßige Keimung und ein gesundes Wachstum. Doch wie oft sollte man gießen? Wie viel Gießwasser ist nötig? Und worauf muss man achten, damit die jungen Keimlinge nicht vertrocknen oder weggespült werden? In unserem Artikel erfahren Sie, wann, wie oft und in welcher Menge Sie gießen sollten, damit aus Ihrer Rasensaat eine dichte, widerstandsfähige Grünfläche entsteht.
Der neue Rasen – eine Herausforderung für viele Hobbygärtner
Die Rasensaat umgibt geradezu eine Art Mysterium. Dabei ist es grundsätzlich sehr einfach. Der Untergrund wird gelockert und eben vorbereitet. Häufig wird zur Aussaat vorab etwas Gartenerde und Sand ergänzt, um tatsächlich einen lockeren Untergrund zu schaffen. Nun werden die Samen flächig ausgebracht und anschließend mit einer Walze oder improvisierten Gehbrettern in den Boden eingedrückt. Einige Gärtner empfehlen nun, die Saat mit einer dünnen Schicht Erde zu überdecken, so dass Vögel nicht an die Samen gelangen und auch die zu rasche Austrocknung durch die Sonne verhindert wird. So weit, so gut. Was nun folgt, ist die eigentliche „Herkulesaufgabe“: Denn nun gilt es, die Saat so lange feucht zu halten, bis die Keimung eintritt und sich aus den Keimlingen robuste, widerstandsfähige Rasenpflanzen entwickeln. Hier gilt es vor allem, richtig zu wässern und die nötige Geduld an den Tag zu legen.

Die Rasensaat wässern – So wird es gemacht!
Das Wässern spielt rund um die Aussaat des Rasens eine zentrale Rolle. Es weicht die Samen auf, aktiviert den Keimprozess und versorgt die jungen Keimlinge mit der nötigen Feuchtigkeit für ein gesundes Wachstum. Doch nicht nur das Wässern der Saat ist entscheidend – auch in den darauffolgenden Wochen muss der Boden konstant feucht bleiben, damit sich robuste Gräser entwickeln können. Eine unregelmäßige oder zu geringe Wasserversorgung führt schnell zu Lücken im Rasen oder schwachen Halmen, die sich nur schwer durchsetzen.
Wann und wie oft sollte man nach der Aussaat wässern?
Damit die Samen keimen und sich junge Halme entwickeln, muss der Boden kontinuierlich feucht gehalten werden – nicht zu nass, aber auch niemals trocken. Eine unregelmäßige Wasserversorgung kann dazu führen, dass die Keimlinge und die Rasensaat vertrocknen oder ungleichmäßig wachsen. Je nach Wachstumsphase sollte die Bewässerungsintensität und Häufigkeit angepasst werden. Folgende Richtwerte habe sich dabei gut bewährt:
Direkt nach der Aussaat: Einmal gründlich durchfeuchten
- Damit die Samen optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden, sollte der Boden unmittelbar nach der Aussaat gründlich bewässert werden, sodass das Wasser etwa 5 cm tief einsickert.
- Wichtig ist eine gleichmäßige, sanfte Bewässerung, um ein Wegschwemmen der Samen zu vermeiden.
In den ersten zwei bis drei Wochen: Tägliches Gießen ist Pflicht
- In dieser Phase dürfen die Samen niemals austrocknen, da die Rassensaat sonst ihre Keimfähigkeit verliert.
- Bei warmem oder windigem Wetter ist es notwendig, morgens und abends zu gießen, um die Verdunstung auszugleichen.
- Eine gleichmäßige Feuchtehaltung der obersten Bodenschicht (ca. 1–2 cm tief) ist entscheidend, da die Keimlinge noch keine tiefen Wurzeln haben.

Nach der Keimung (ab ca. drei Wochen): Wassermenge anpassen
- Sobald die ersten Halme der Rasensaat zu sehen sind, sollte die Bewässerung schrittweise reduziert werden.
- Jetzt beginnt die Phase, in der sich die Wurzeln vertiefen sollen – anstatt täglich wenig Gießwasser zu geben, wird nun alle zwei bis drei Tage kräftiger gewässert.
- Diese Umstellung fördert stabilere Pflanzen mit stärkerem Wurzelwerk.
Ab vier bis sechs Wochen: Weniger oft, aber intensiv wässern
- Der Rasen hat sich gefestigt und kann nun mit längeren Gießabständen auskommen.
- Idealerweise wird nun nur noch ein- bis zweimal pro Woche bewässert, dafür aber so intensiv, dass das Gießwasser bis in tiefere Bodenschichten eindringt.
- Diese tiefe Bewässerung regt die Wurzeln an, weiter nach unten zu wachsen, wodurch der Rasen insgesamt robuster und widerstandsfähiger gegen Trockenperioden wird.

Wie viel Wasser braucht die Rasensaat?
Neben der Häufigkeit spielt auch die richtige Wassermenge eine entscheidende Rolle. Ein gutes Maß ist, dass der Boden stets feucht bleibt, ohne dass Pfützen oder Staunässe entstehen.
- In den ersten Tagen reicht eine sanfte, häufige Bewässerung, um den Boden durchgehend feucht zu halten.
- Ein Richtwert für die Rasenaussaat sind 3–5 Liter Wasser pro Quadratmeter pro Tag, wobei hohe Temperaturen oder windige Wetterlagen die Verdunstung erhöhen und eine Anpassung erforderlich machen.
- Zu wenig Gießwasser: Bleibt der Boden zu trocken, keimt die Rasensaat nicht oder nur ungleichmäßig.
- Zu viel Wasser: Staunässe kann dazu führen, dass die Samen wegschwemmen oder zu faulen beginnen.

Welches Bewässerungssystem ist für die Rasensaat am besten geeignet?
Besonders gut für die Aussaat geeignete Systeme sind genau die, die auch für die Rasenbewässerung allgemein genutzt werden. Rasensprenger, Versenkregner und Kreisregner wässern gleichmäßig, intensiv und flächig. Andere Systeme aus der Gartenbewässerung, etwa Tropfschläuche, sind dagegen für das Wässern der Rasensaat kaum geeignet. Denn sie sind nicht in der Lage, eine tatsächlich flächige Versorgung zu garantieren.
Woher kommt das Gießwasser? – Rasenbewässerung nachhaltig und effizient lösen
Neben der Frage, wie die Rasensaat bewässert werden sollte, ist auch die Frage zentral, woher das Wasser bezogen werden kann. Ein Bewässerungssystem wässert intensiv und idealerweise permanent oder zumindest häufig. Dafür braucht es viel Wasser. Leitungswasser ist für eine sichere Versorgung möglich, aber teuer und kostbar sowie für die Rasenpflanzen nicht ideal. Durch den hohen Reinheitsgrad fehlen der Substanz viele Inhaltsstoffe, die für das Wachstum wichtig sind. Besser ist kostenloses und umweltschonendes Regenwasser. In Kombination mit Bewässerungssystemen hat die klassische Regentonne ausgedient. Sie ist zu klein. Besser sind großvolumige Tanks, so beispielsweise der beliebte und bekannte Intermediate Bulk Container oder kurz IBC. Dieses industrielle Großgebinde ist langlebig, vielseitig und vor allem einfach aufzustellen und anzuschließen. Nicht umsonst findet es sich in vielen heimischen Gärten bereits als Regenspeicher wieder. Über die Dachflächen des Wohnhauses mit dem Regendieb befüllt, bietet es bereits in der Standardgröße von 1.000 Litern ein Volumen, das gängige Rasenflächen rund um das eigene Gebäude von der Rasensaat bis zum fertigen Grashalm hindurch sicher zu versorgen vermag.
Häufige Fehler beim Wässern der Rasensaat
Neben zu wenig Wasser und dem vorübergehenden Austrocknen der Rasensaat gibt es vor allem einen Fehler, den Hobbygärtner immer wieder machen: Ist die Bewässerungsanlage zu stark oder ungleichmäßig eingestellt, sammelt sich an einzelnen Punkten Wasser. Dieses ist in der Lage, die Saatkörner aufschwimmen zu lassen. Ist das erst einmal geschehen, ist die gleichmäßige Verteilung der Saat dahin. Mit dem ablaufenden Wasser bildet sich entlang des Wasserstroms eine Anhäufung von Samen, andere Bereiche gehen leer aus. Es entstehen Fehlstellen. Je gleichmäßiger die Beregnung ist, umso eher ist ein flächiger Wuchs garantiert.

Fazit – mit Erfolg Rasensaat wässern
Die Aussaat ist der Einstieg in einen dichten, grünen und ansprechenden Rasen. Vor allem die Wasserversorgung ist für ein Gelingen von elementarer Bedeutung. Deshalb kommt immer häufiger ein Bewässerungssystem zum Einsatz, um die Rasensaat zu wässern. Klassische Rasensprenger sind ideal geeignet, die Versorgung flächig und gleichmäßig zu gestalten. Wird das System nun auch noch von einem ausreichend großen Regenwassertank bedient, gelingt die Anzucht des Rasens nicht nur erfolgreich, sondern zugleich nachhaltig und kostengünstig.