Gartensensor im Garten
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Wettersensoren für die Bewässerung nutzen

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Eine effiziente Gartenbewässerung spart nicht nur Wasser, sondern sorgt auch für gesunde Pflanzen. Doch wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen? Und wie lässt sich vermeiden, dass Pflanzen entweder zu viel oder zu wenig Wasser erhalten? Wettersensoren bieten eine Lösung: Sie erfassen Niederschläge, Bodenfeuchte und Temperaturen und ermöglichen eine präzise Steuerung des Bewässerungssystems. Dadurch wird Wasserverschwendung reduziert, und die Pflanzen erhalten genau die Menge an Feuchtigkeit, die sie benötigen.

Optimale Bewässerung: Feuchtigkeit erkennen und Gießmenge anpassen

Wasser ist unverzichtbar für Pflanzen. Zu viel Wasser schadet aber den meisten, wobei der Wasserbedarf verschiedener Pflanzenarten natürlich sehr unterschiedlich ist. So können sogenannte Sukkulenten beispielsweise mit dicken fleischigen Blättern Wasser speichern und sind deshalb bestens für Trockenzeiten geeignet. Sie benötigen eine viel geringere Wasserzufuhr als Pflanzen wie Hortensien, die einen relativ hohen Wasserverbrauch haben. In heißen Sommermonaten spielt auch die Art der Wurzeln eine Rolle. Da Feuchtigkeit in oberen Bodenschichten schneller verdunstet, benötigen Flachwurzler an heißen Tagen eine stärkere Bewässerung als Tiefwurzler. Im Gemüsebeet haben unter anderem Mais, Kopfsalat und Spinat flache Wurzeln, während die Wurzeln von Spargel und Tomaten viel tiefer in den Erdboden reichen.

Gartenbesitzer sollten in ihren Gärten regelmäßig auf Indizien zu hoher Feuchtigkeit achten. Frühzeitig welkende herabhängende Blätter können für geübte Gärtner ebenso ein Hinweis auf zu feuchte Böden sein wie fauliger Geruch in der Nähe der Pflanzen. Das Problem dabei: Alle Symptome können durchaus auch andere Ursachen haben. Im Zweifelsfall bohrt man ein kleines Loch in den Boden und prüft mit dem Finger, wie feucht oder trocken der Boden ist.

Hand schneidet welkes Blatt ab
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Herausforderung beim Bewässern mit Sensortechnik meistern

Eine effiziente Bewässerung spart nicht nur Wasser, sondern sorgt auch für gesunde Pflanzen. Doch wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen? Und wie verhindert man, dass zu viel oder zu wenig Wasser an die Pflanzen gelangt? Hier kommen Wettersensoren ins Spiel: Sie messen Niederschläge, Bodenfeuchte und Temperaturen und helfen dabei, das Bewässerungssystem optimal anzupassen. So wird Wasserverschwendung vermieden, und Ihre Pflanzen erhalten genau die Menge an Feuchtigkeit, die sie brauchen.

Frau gießt Gartenblumen
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Was ist ein Wettersensor und welche Funktionen erfüllt er?

Ein Wettersensor ist ein Messgerät, das Umweltbedingungen erfasst und die gesammelten Daten an das Bewässerungssystem weiterleitet. Doch welche Parameter misst ein solcher Sensor genau, und wie trägt er dazu bei, den Garten effizient zu bewässern? Grundsätzlich gibt es drei Arten von Wettersensoren, die für die Steuerung von Bewässerungssystemen besonders relevant sind: Regensensoren, Bodenfeuchtesensoren und Frostsensoren. Jeder von ihnen erfüllt eine spezifische Aufgabe, um sicherzustellen, dass die Gartenpflanzen weder zu viel noch zu wenig Wasser erhalten.

Regensensor

Ein Regensensor beispielsweise verhindert, dass die Bewässerung startet, wenn es regnet. Doch nicht alle Modelle arbeiten gleich präzise. Während einfache Sensoren lediglich registrieren, ob Regen fällt, gibt es auch fortschrittlichere Varianten, die die tatsächliche Niederschlagsmenge messen. Das macht einen Unterschied: Ein Sensor, der bei leichtem Nieselregen sofort die Bewässerung stoppt, kann dazu führen, dass Gartenpflanzen trotz Regen nicht ausreichend versorgt werden.

Ein Gärtner misst mit einem Bodenfeuchtesensor den Bodenzustand einer Kübelpflanze
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Bodenfeuchtesensor

Ein Bodenfeuchtesensor wiederum misst, wie viel Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Manche Modelle überprüfen die Feuchte lediglich vor einer geplanten Bewässerung und entscheiden dann, ob gegossen wird oder nicht. Andere messen kontinuierlich während des Gießens und stoppen die Wasserzufuhr, sobald die gewünschte Feuchtigkeit erreicht ist. Das ist besonders praktisch für Gärten mit unterschiedlichen Bodenarten. Ein sandiger Boden trocknet schneller aus als ein lehmiger – eine starre Bewässerungszeit kann hier problematisch sein.

Frostsensoren

Frostsensoren haben eine andere Aufgabe: Sie erkennen niedrige Temperaturen und verhindern, dass das Bewässerungssystem in Betrieb genommen wird, wenn der Boden gefroren ist. Das schützt nicht nur die Nutz- und Zierpflanzen, sondern auch die Technik. In kalten Nächten kann gefrierendes Wasser in den Leitungen zu Schäden führen, was teure Reparaturen nach sich zieht. Ein Frostsensor sorgt dafür, dass die Anlage in solchen Situationen automatisch pausiert.

Regensensor RSD-BEX     Bodenfeuchtesensor SMRT-Y

Nicht jeder Bodenfeuchtesensor arbeitet gleich – Welche Unterschiede gibt es?

Bodenfeuchtesensoren unterscheiden sich sowohl in ihrer Steuerung als auch in der Messtechnik. Manche Modelle messen die Feuchtigkeit nur vor einer Bewässerung und verhindern den Start, wenn der Boden bereits feucht genug ist. Andere bleiben während des Gießens aktiv und stoppen die Wasserzufuhr, sobald die optimale Feuchtigkeit erreicht ist. Letzteres verhindert besonders in Gärten mit empfindlichen Pflanzen eine Überwässerung und schützt vor Staunässe.

Auch die Messtechnik spielt eine Rolle: Kapazitive Wettersensoren messen die Bodenfeuchte durch elektrische Widerstandsänderungen, sind wartungsarm, aber je nach Bodenart weniger exakt. Tensiometer erfassen die Saugspannung des Wassers im Boden und liefern genauere Werte, müssen jedoch regelmäßig gewartet werden. In einem Garten mit unterschiedlichen Bodentypen und Pflanzenarten kann ein einzelner Wettersensor schnell an seine Grenzen stoßen. Wer präzise Ergebnisse will, setzt auf mehrere Messpunkte oder eine intelligente Steuerung, die die Messwerte kontinuierlich auswertet.

Beregnung im Garten
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Funk- oder Kabelsensor – Welche Verbindung ist sinnvoll?

Die Wahl zwischen Funk- und Kabelsensoren hängt von der Größe und Struktur des Gartens ab. Funkgesteuerte Sensoren sind flexibel platzierbar und ideal für weitläufige oder schwer zugängliche Bereiche. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie störanfällig sein können – etwa durch andere Funksignale oder Hindernisse wie Mauern und dichte Bepflanzung. Kabelgebundene Wettersensoren sind zuverlässiger, da sie eine direkte Verbindung zum Steuergerät haben. Sie sind weniger störanfällig, erfordern aber eine sorgfältige Verlegung der Kabel, um Beschädigungen zu vermeiden. In einem weitläufigen Garten mit mehreren Bereichen kann ein Funksystem praktische Vorteile bieten, während bei einem festen Bewässerungssystem mit klar definierten Messpunkten ein Kabelsensor oft die langlebigere Lösung ist.

Wettersensoren: gut für halb- und vollautomatische Systeme

Mit Wettersensoren ausgestattete Systeme sind in der Regel an einen Bewässerungscomputer angeschlossen, der die Messwerte auswertet. Solch ein System kann beispielsweise wie folgt aufgebaut sein: Eine Pumpe pumpt bei Start des Systems gesammeltes Regenwasser aus einem als Wassertank genutzten IBC-Container in ein unterirdisches Leitungssystem. Von dort aus gelangt es zu Abnehmern wie Regnern, Einzeltropfern und Tropfschläuchen, die es an die Pflanzen im Garten verteilen. In solch ein System kann man einen Bewässerungscomputer integrieren. Er öffnet und schließt Ventile, um die Wasserzufuhr auf diese Weise zu steuern.

Solche Systeme können halb- und vollautomatisch arbeiten. Mit dem Computer lässt sich das System einerseits manuell starten und stoppen. Andererseits kann man Bewässerungszeiten einprogrammieren, zu denen das System automatisch mit dem Bewässern beginnt. Wettersensoren wie Regen-, Bodenfeuchte- und Frostsensor lassen sich bei beiden Varianten einsetzen. Ist man vor Ort und startet die Bewässerung manuell, stoppt der Computer sie automatisch, wenn Messwerte aus den Wettersensoren wie die Bodenfeuchtigkeit oder Niederschlagsmenge eingestellte Richtwerte überschreiten. Das ist ein halbautomatisches System. Wie funktioniert ein vollautomatisches?

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Effiziente Gartenpflege ohne Mehraufwand

Mit Wettersensoren wird die Gartenbewässerung effizienter und nachhaltiger. Sie sorgen dafür, dass Pflanzen bei Trockenheit ausreichend Wasser bekommen, aber nicht unnötig gegossen wird, wenn der Boden bereits feucht ist. Besonders in vollautomatischen Systemen übernehmen sie eine wichtige Kontrollfunktion und verhindern Schäden durch Staunässe oder Wassermangel – ideal für alle, die ihre Pflanzen auch im Urlaub optimal versorgt wissen wollen.